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Bootsurlaub Friesland/Niederlande: Teil 1: Stavoren – Heeg – Lemmer auf dem Charterboot

16.10.2022

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Wir mieten uns ein Boot und fahren damit durch die Kanäle der niederländischen Provinz Friesland. Das klappt auch ohne Bootsführerschein, man benötigt ledigtlich eine kurze Einweisung und schon geht es los. Unsere erste Tagesetappe führt uns von Stavoren über den Johan Frisokanaal und das Heegermeer nach Heeg. Bei herrlichem Wetter vergehen diese gut 10 nautische Meilen lange Route wie im Flug. Diese Etappe umfasst lediglich eine einzige Brücken-Passage. Das ist auch ganz gut so. Wir meistern diese Brücke zwar erfolgreich, aber nervös waren wir trotzdem. Am frühen Nachmittag erreichen wir Heeg und erkunden die Stadt.

Heeg

Heeg ist ein kleiner Ort am nördlichen Ende des Heeger Meer. Hier leben knapp über 2.000 Einwohner. Die Ortschaft wird erstmals im Jahre 1132 erwähnt. Wegen der zentralen Lage und der guten Verbindungen über die Wasserwege entwickelte Heeg einen regen Handel mit allen friesischen Städten und exportierte hauptsächlich lebende Aale ins In- und Ausland. Beispielsweise nach Antwerpen und ab 1731 sogar nach London wo die friesischen Handelssegler über 200 Jahre einen festen Liegeplatz am Billingsgate Fishmarket hatten.

Nach einer Mittagspause mit typisch niederländlichen Spezialitäten (Frikandel, Kip Saté, Bitterballen und natürlich Friet) genießen wir das kleine Städtchen mit seinen Kanälen und den vielen schönen Häuschen direkt am Wasser. Von Heeg fahren wir am nächsten Tag über das Slotermeer und vorbei an Sloten weiter nach Lemmer. Diese Tagesetappe ist gut 8 nautische Meilen lang und umfasst 5 Brücken-Passagen. Allerdings ist uns das Wetter dieses Mal nicht so hold. Da man vom inneren Fahrstand deutlich schlechtere Sicht hat, fahren wir einen Großteil der Strecke vom Außensteuerstand – trotz Wind und Regen. Auf dem Heeger Meer und dem Slotermeer werden wir von den Wellen ordentlich durchgeschüttelt. In den Kanälen ist es deutlich geschützer. Immer noch im Regen erreichen wir Lemmer.

Lemmer

Lemmer ist eine kleine Hafenstadt direkt am Ijsselmeer. Heute leben gut 10.000 Menschen hier. Namentlich wurde die Stadt erstmals zu Beginn des 14. Jahrhunderts erwähnt. Aufgrund ihrer Lage wurde die Stadt immer wieder angegriffen und verwüstet. Im 19. Jahrhundert gehörte Lemmer zu den bedeutendsten Fischereihäfen der Niederlande und hatte zeitweise eine Flotte von mehr als 140 Schiffen. Heute ist hier vor allem der Wassersporttourismus von großer Bedeutung.

Nachdem wir angelegt haben, klart es ein wenig auf, so dass wir die Stadt erkunden und ein Mittagessen zu uns nehmen können (viel fritierter Fisch). Danach geht es noch ein bisschen durch den Ortskern, bevor es wieder anfängt zu regnen. Dafür ist der Liegeplatz – mitten in der Stadt – absolut einmalig. Der Italiener, bei dem wir später zu Abend essen, liegt gerade einmal 10m vom Schiff entfernt. 😉

Liegeplätze

Liegeplätze gibt es in Friesland wie Sand am Meer. Ich teile sie in drei Kategorien ein:

  1. Kostenlose Liegeplätze ohne oder mit sehr wenig Infrastruktur gibt eigentlich überall. In den Kanälen, auf den Binnenmeeren, an den Inseln. Sie sind auf der Seekarte entsprechend gekennzeichnet. Meistens handelt es sich um befestigte Stege, an denen ein problemloses Anlegen möglich ist. In manchen Fällen sind Sitzbänke und Müllcontainer vorhanden. Weitere Infrastruktur meistens jedoch nicht. Dafür sind diese Liegeplätze häufig sehr idyllisch mitten in der wunderschönen Landschaft gelegen.
  2. Kostenpflichtige Liegeplätze mit Infrastruktur werden häufig von den Kommunen betrieben und finden sich nicht selten direkt in den Ortskernen rechts und links an den Kanälen. Auch diese sind auf der Seekarte häufig „nur“ als Liegeplatz gekennzeichnet. Ob und welche Infrastruktur vor Ort vorhanden ist, habe ich häufig über Google Streetview in Erfahrung gebracht, weil es aus den Karten meistens nicht hervorgeht. Strom war aber an all unseren Liegeplätzen immer vorhanden. Der Selfservice-Checkin erfolgte über einen Automaten oder über einen QR-Code, der direkt am Liegeplatz angebracht ist. Ein kurzer Scan mit dem Smartphone leitet einen automatisch auf eine Website weiter, wo man den Checkin und die Zahlung der Liegegebühren vornehmen kann.
  3. Kostenpflichtige Marinas mit umfangreicher Infrastruktur sind auf den Karten auch gekennzeichnet. Über die von uns genutzte App ließen sich dann konkrete Infos über die Einrichtungen. Öffnungszeiten und Preise abrufen.

Routenplanung

Für die Routenplanung haben wir uns für die App „Wasserkarten – Boot Navigation“ von Biggerworks entschieden, da diese 7 Tage kostenlos getestet werden kann. Will man die App länger als 7 Tage benutzen, werden Gebühren fällig. Allerdings handelt es sich auch dann nicht um ein Abo und eine automatische Verlängerung findet nicht statt. Man bucht immer den Zeitraum, den man braucht und gut ist.

Vor der Routenplanung kann man in der App seine Schiffsdaten, also Tiefgang, Höhe, Länge und Breite hinterlegen, damit diese bei der Routenplanung berücksichtigt werden. Außerdem lassen sich zu sämtlichen Brücken, Marinas, usw. Informationen wie Öffnungszeiten, Kosten, angebotene Services und vieles mehr in der App abrufen, was die Routenplanung sehr erleichtert.

Die App „Wasserkarten – Boot Navigation“ gibt es sowohl für Android als auch für iOS:

Wasserkarten: Boot Navigation
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Entwickler: Biggerworks
Preis: Kostenlos
‎Wasserkarten: Boot Navigation
‎Wasserkarten: Boot Navigation
Entwickler: Biggerworks.com
Preis: Kostenlos+

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Die ganze Reise:

Bootsurlaub Friesland / Niederlande 2022

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